Unsere Vision
Velafricas Vision ist eine Welt, in der alle Menschen die Vorteile der Velomobilität zur Verbesserung ihrer Lebensbedingungen nutzen können.
Sammlung und Recycling
Mit der Sammlung und dem Recycling von ausgedienten Velos in der Schweiz und in Deutschland setzt sich Velafrica für die langanhaltende und nachhaltige Verwendung von Ressourcen ein. Velos können an über 300 Sammelstellen abgegeben werden, Abholaktionen und Sammelanlässe ergänzen das Angebot.
Mit über 40’000 jährlich gesammelten Velos ist Velafrica das grösste Velo-Recycling-Projekt der Welt. So wurden im vergangenen Jahr 600 Tonnen Metall weiterverwendet statt entsorgt. Durch die Reparatur anstelle der Produktion von Neuvelos wurden ca. 2900 Tonnen CO2 eingespart.
Seit 2025 ist Velafrica in einer Partnerschaft mit SwissRecycle. Gemeinsam engagieren wir uns für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.
Integration und Engagement
In der Schweiz und in Deutschland stärkt die Arbeit rund ums Velo stellenlose Menschen, bietet Lehrinhalte für Jugendliche und ist eine sinnstiftende Tätigkeit für Menschen im Justizvollzug. Denn bei der Verarbeitung der Spendenvelos kann Velafrica auf über 30 Arbeitsintegrationsbetriebe und Justizvollzugsanstalten zählen. Diese Partnerorganisationen reparieren die ausgedienten Velos oder verarbeiten sie zu Ersatzteilen.
Drehscheibe Velozentrum
Wir fördern mit dem Export von Recyclingvelos nicht nur die Velomobilität, sondern auch soziales Unternehmertum. Die exportierten Velos gelangen in fünf Velozentren und vier Veloläden. Vor Ort entstehen Jobs in der Werkstatt, im Verkauf und in der Administration. Die fünf Velozentren hat Velafrica teilweise mitaufgebaut, sie dienen als Dreh- und Angelpunkte für Veloverkauf und -reparaturen, Ausbildungen und Jobs rund ums Velo.
Mobilität, Jobs, Ausbildung
Unsere Partnerunternehmen in Afrika sind Kompetenzzentren. Sie verbessern mit ihrem Angebot den Zugang zu Fahrrädern und ermöglichen der Bevölkerung ein ökologisches, gesundes Vorwärtskommen. Sie fördern mit Ausbildungsplätzen die Berufsbildung und sie schaffen Einkommensmöglichkeiten. Davon profitieren auch lokale Kleinunternehmen: Mit Fahrrädern werden Waren schneller und einfacher transportiert, das Gewerbe erhält Aufträge.
Partnerschaft auf Augenhöhe
Mit unseren Partnern arbeiten wir nach betriebswirtschaftlichen Kriterien zusammen, d.h. dass sie vor jedem Export die gewünschten Modelle bei uns bestellen. Die Velos verkaufen wir zu einem niedrigen Unkostenbeitrag, nachdem sie in der Schweiz fahrtüchtig gemacht wurden. So wollen wir eine nachhaltige soziale, ökologische und wirtschaftliche Entwicklung fördern, denn mit geschenkten Gütern können keine nachhaltigen Velokreisläufe entstehen – beim Ausbleiben der Schenkungen brechen sie zusammen.
Soziales Unternehmertum
Bei der Gestaltung der Preise für den Verkauf vor Ort sind unsere Partner als Unternehmen frei. Die Preise variieren dabei je nach Modell, aber auch je nach regionalem Preisniveau. Mit den Erträgen aus dem Veloverkauf und den Reparaturarbeiten finanzieren unsere Partner ihre Arbeitsstellen, bauen Zweigstellen auf und treiben ihre Weiterentwicklung voran. Damit erhalten noch mehr Menschen Zugang zu einem Velo. Und selbst in entlegenen Regionen können Fahrräder zur Reparatur gebracht werden.
Auch in den Velosport wird investiert: Beispielsweise werden Mountainbike-Ausfahrten für Jugendliche, lokale Velorennen oder Charity-Veranstaltungen möglich gemacht. Ausserdem setzen sie damit soziale Veloprojekte wie zum Beispiel das «Bike to School»-Programm oder Frauenförderungsprojekte um.
Sustainable Development Goals (SDGs)
Durch das Recycling von Velos, die Ausbildung junger Menschen und Mobilitätsprogramme wie «Bike to School» hat unsere Arbeit auf zehn der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der UNO (SDGs) einen direkten Einfluss. Erfahren Sie hier, wie wir mit der Förderung der Velomobilität dazu beitragen, dass die Ziele der UNO bis 2030 erreicht werden.